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Kameradin knüpft Kontakte in chilenischer Feuerwehr - Teil 2

 
Vom 11. August 2011
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Nun ist mein Austausch hier in Chile fast vorbei und in 1,5 Wochen geht es wieder zurück nach Deutschland. Während der ganzen Wochen bin ich regelmäßig in die Feuerwehrkompanie gegangen und habe die chilenischen Kameraden besucht und sie bei Übungen begleitet.
Der Höhepunkt allerdings fand vor wenigen Tagen statt, als sie mich erneut fragten, ob ich Lust hätte mit auf eine Übung zu fahren. Ich sagte zu und so ging ich abends ins Gerätehaus, zog meine Uniform an und wir traten vor der Fahrzeughalle an. Neben den Kameraden der 1. Feuerwehrkompanie, nahmen noch weitere Kameraden der 2. und 3. Kompanie, sowie aus Osorno und Santiago an dieser Übung teil, sodass wir wenig später mit knapp 30 Kameraden und Kameradinnen "ausrücken" konnten. Wir verließen La Union und fuhren ein Stück aufs Land, bis wir auf einer Wiese anhielten. Trotz der Dunkelheit konnte ich Container erkennen und ich fragte meinen Truppführer, was der Übungsplan denn für heute vorsehe. Er erklärte mir, dass es sich um eine Atemschutzübung handelte, bei der alle Kameraden, in verschiedenen Gruppen aufgeteilt, den Container betreten und einen Löschangriff vornehmen werden.
Nachdem die Übungsleitung den Ablauf erklärt hatte, machten wir uns daran, den Container mit Holz zu füllen und das Feuer darin zu entfachen.
Kurzer Hand wurde ich in die 2. Gruppe eingeteilt und so hatte ich ein wenig Zeit mir die Autos anzuschauen und mich mit PA auszurüsten. Als unsere Gruppe dann den Container betrat und alle sich auf dem Boden nach vorne gearbeitet hatten, wurden die Tore des Containers geschlossen und wenig später erhielten wir den Befehl unsere Masken an die Atemschutzgeräte anzuschließen.
In den knapp 20 Min., die wir uns im Container befanden, stieg die Temperatur auf ungefähr 250 C°.
Ein Trupp nach dem anderen nahm eine kurzen Löschangriff vor, bei dem uns der Übungsleiter im Container auf Fehler hinwies, bzw. uns bei Unsicherheiten beratend zur Seite stand, bzw. beratend neben uns auf dem Boden lag :)!
Als wir dann den Befehl bekamen, den Container zu verlassen, krochen wir nacheinander heraus, sodass die nächste Gruppe, welche schon fertig ausgerüstet vor dem Container wartete, starten konnte.
Wir zogen unsere Geräte ab und begannen alles wieder in die Fahrzeuge zu verladen. Dabei löcherten mich meine Kameraden mit Fragen über die Ausrüstung und Technik in "meiner" Feuerwehr.
Nachdem alle Gruppen den Container betreten und auch verlassen hatten, bauten wir die Wasserversorgung ab und gegen 23:30 Uhr waren wir wieder zurück in der Kompanie. Die Fahrzeuge wurden aufgerüstet und die Übung offiziell beendet.
Die Übung bot für mich eine tolle Möglichkeit die Technik sowie meine Kameraden noch besser kennen zu lernen und ich werde in meinen letzten Tagen hier in Chile versuchen, nochmal an einer Übung teilzunehmen.

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