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Modulausbildung Kaminbrand

 
Vom 15. Dezember 2011
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Zu Beginn der diesjährigen Heizperiode veranstaltete die Fw Oestrich eine Modulausbildung zum Thema Kaminbrände.

Den Start der Veranstaltungsreihe bildete ein Fachvortrag zu Glanzruß und zum oben beschriebenen Einsatzstichwort.
Durch einen fachlich fundierten Unterricht durch die Herren
Achim Blum (Bezirksschornsteinfegermeister) und
Manuel Lemp (Schornsteinfegermeister)
wurde das theoretische Wissen der Kameraden aufgefrischt und ergänzt.

Im Anschluss an die Fragerunde, in der die über 20 Anwesenden die Möglichkeit hatten, Fachfragen zu stellen, wurden die für einen Kaminbrand auf den Einsatzfahrzeugen verladenen Gerätschaften wiederholend vorgestellt und die Anwendung des Kaminfegerwerkzeuges mit den Fachleuten im Details besprochen.

Anschließend an das Modul I wurde in der darauf folgenden Woche der Umgang mit der Wärmebildkamera und dem Gerätesatz Absturzsicherung im Modul II trainiert, da diesen beiden Gerätschaften im Kaminbrandeinsatz besondere Bedeutung zugemessen wird.
Mittels einer Wärmebildkamera können z.B. kritische Temperaturen an den Kaminwänden, an Einrichtungsgegenständen oder in Zwischendecken etc. ermittelt und gezielt abgewehrt werden.
Einsatz der Wärmebildkamera

Die Absturzsicherung schützt die eingesetzten Kameraden, welche auf dem Dach (bei oft wiedrigen Wetterverhältnissen wie Schnee, Frost, Regen, Sturm) unter Atemschutz tätig werden vor Abstürzen mit lebensgefährlichem Verletzungsrisiko.

Der gesicherte Kamerad in Vorbereitung zum Korbausstieg

Absturzsicherung - hier die DLK als Festpunkt

Abschließen sollte die Modulausbildung „Kaminbrand“ eine Einsatzübung in der dritten Woche.
Die anwesenden Kameraden wurden vom Gerätehaus per Funk zu einer ihnen unbekannten Einsatzstelle angefordert, um dort eine vorbereitete Übung abzuarbeiten.
Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung zu erkennen, welche den Dachstuhl des Objektes einhüllte. Eine Bühnenbeleuchtung tauchte diesen „Rauch“ in ein feuerrot.
An der E-Stelle, mussten sich die Einheitsführer ein Bild von der Lage machen und die entsprechenden Maßnahmen einleiten.
Durch Trupps unter Atemschutz wurden die verrauchten Bereiche abgesucht und zwei erwachsene Personen sowie ein Säugling ( dargestellt durch selbst angefertigte Übungsphantome ) zeitnah aus der lebensfeindlichen Atmosphäre gerettet.

Eine ebenfalls gefährdete Propangasflasche wurde ins Freie verbracht und dort gekühlt.
Parallel kümmerten sich weitere Kameraden um die Vorbereitung der Kaminbrandbekämpfung.
Es wurde Spezialgerät in den Keller an die Heizstätte und die Kaminsohle verbracht und wiederrum anderes an die Kaminmündung auf dem Dach. An diesen Stellen konnten die in den Modulen I und II erlernten Fähigkeiten angewendet und in die Praxis umgesetzt werden.
Atemschutztrupp auf dem Speicher am Dachausstieg

Nach Übungsende und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft, lud der Objektbesitzer und Winzer Werner Kühn in die warmen Gasträume seiner Pension ein, wo dann eine Übungsnachbesprechung stattfinden konnte.
Die Fw Oestrich dankt der Fam. Kühn für die Bereitstellung des Objektes und die gute Zusammenarbeit.
F.Hör