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Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Oestrich

 
Vom 25. Oktober 2010
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Spannende 24 Stunden Übung
Jugendfeuerwehr Oestrich veranstaltete Berufsfeuerwehrtag

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Oestrich hatten viel Spaß bei der 24 Stunden Übung, die den Jugendlichen einen Einblick in den Tagesablauf einer Berufsfeuerwehr gab.
Oestrich. (Anke Klose)
Die Jugendfeuerwehr Oestrich, die in diesem Jahr auf ihr fünfjähriges Bestehen blicken kann, veranstaltete am vergangenen Wochenende einen "Berufsfeuerwehrtag" mit 24 Stunden Schicht.
13 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 17 Jahren nahmen daran teil.
"Schon vor geraumer Zeit wurde der Wunsch nach einem "Berufsfeuerwehrtag" von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr an uns herangetragen", erläutert Wehrführer Andreas Philipp Bibo. "In diesem Jahr haben wir uns der Herausforderung gestellt", fährt er fort.
Vorbereitet wurde dass Event gemeinsam mit dem Jugendleiter Thomas Abel und dessen Stellvertreterin Sarah Gunkel.
"Wir haben zunächst in Teamsitzungen Ideen gesammelt und über den möglichen Ablauf gesprochen", hieß es.
Dabei habe man sich auch wertvolle Anregungen bei Kameraden aus anderen Feuerwehren geholt.
Rund zwei Monate wurde geplant, organisiert und vorbereitet, bis der Ablauf des "Berufsfeuerwehrtages" feststand.
Insgesamt acht Einsätze warteten dann auf die Jugendfeuerwehr.
Drei davon fanden mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren Mittelheim, Winkel und Hallgarten statt, die die Übungen vorbereiteten.
"Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir auf die Mithilfe der Kolleginnen und Kollegen aus den umliegenden Wehren zählen können", so Wehrführer Bibo.
Der Tag begann für die Teilnehmer am Samstagmorgen mit einer Einführung und einer Fahrzeugkontrolle.
Der erste Einsatz ließ jedoch nicht lange auf sich warten.
Ein Sturmschaden wurde gemeldet und die Kameraden rückten aus, um einen Baum, der die Straße versperrte, zu beseitigen.
Auch eine hilflose Katze befreite die Jugendfeuerwehr aus ihrer misslichen Lage und beim imaginären Brand einer Scheune konnte die Jugendfeuerwehr ihr Wissen ebenfalls unter Beweis stellen.
Das gemeinsame Mittagessen hatten sich alle redlich verdient.
Am Nachmittag warteten weitere Einsätze auf die Jugendlichen, unter anderem galt es einer verletzten Person zu helfen, einen Fahrradfahrer zu bergen, der unter einem Bus eingeklemmt war, und eine "Ölspur" zu beseitigen.
Alle Übungen wurden von den jungen Kameraden gut gemeistert.
Auch ein Fehlalarm gehörte zum Programm des Tages.
Zwischen den einzelnen Einsätzen fand immer wieder theoretischer Unterricht statt, aber auch der Spaß und die Freizeit kamen nicht zu kurz.
Es schloss sich ein gemeinsames Abendessen an, dem ein Videoabend folgte.
In der Nacht schließlich wurden die Kameraden zu einer brennenden Gartenhütte gerufen. Dieses Mal wurden die Kinder und Jugendlichen - Dank der Mithilfe der Hallgartener Freiwilligen Feuerwehr -mit einem richtigen Feuer überrascht.
Letztlich folgte dann die verdiente Nachtruhe im Feuerwehrgerätehaus, wo sich die Feuerwehrkameraden häuslich niedergelassen hatten.
Der "Dienst" endete am nächsten Morgen nach einem gemeinsamen Frühstück und der Fahrzeug- und Gerätehauspflege.
Die Teilnehmer machten sich dann - randvoll mit neuen Eindrücken - auf den Weg nach Hause.
Die Betreuer zeigten sich zufrieden mit dem Erfolg: "Wir können uns vorstellen einen solchen "Berufsfeuerwehrtag" in einem regelmäßigen Rhythmus zu wiederholen" hieß es. Auf jeden Fall dürfte das Ziel, die Kameradschaft zu fördern und zu stärken, das feuerwehrtechnische Wissen zu festigen und zu zeigen, dass eine fundierte Ausbildung wichtig ist, um Menschen in Not helfen zu können, voll erreicht worden sein.
Bericht Rheingau-Echo